
Wie ich vor wenigen Tagen angekündigt habe, veröffentliche ich heute etwas. Ein Buch, das dem Auge eine wahre Erholung bereitet und den Geist erfrischt. Rehabilitation des durch Schnelllebigkeit verbrauchten Geistes.

Das Buch beinhaltet graphische und künstlerische Arbeiten von mir und Anderen aus dem letzten Semester Grafikdesign an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.


Ade
Entgegen dem Namen ist es ein Buch des Anfangs. Der Anfang von etwas Neuem bedeutet in der Regel das Ende von etwas Altem. Der Übergang in eine neues Dasein oder eine neue Gegebenheit. Doch es wäre unklug, das Neue zu beginnen, es zu preisen und zu loben und dabei nicht zu sehen, dass das, was wir besitzen, bereits Güter sind. Werte, die wir anwenden können. Der größte Philosoph der Welt, sollte er irgendwann geboren werden, wird nicht ohne Referenz auskommen. Thesen und Fakten von Vergangenem. So ist das Digitale Zeitalter, das gerade erst in den Kinderschuhen der Vorgeburt steckt, eine Ära, die etwas Neues bringt, das Denken und Handeln verändert, alte Strukturen aufbricht, riesige Chancen bietet und neue phantastische Arten der Kunst und der Partizipation mit sich bringt.


Der Apple-CEO Steve Jobs sagte einmal in einer Rede vor einem Abschlussjahrgang der Universität Stanford, dass nur dadurch, dass er eine Kalligraphie-Klasse besucht hatte, der Macintosh zu seiner schönen Typographie gekommen wäre. Und vielleicht hätte, wäre es anders gekommen, bis heute kein Computer Schrift mit Unterschneidungen, Glättung und Ähnlichem, da Microsoft diesen Computer adaptierte.
Letztlich wissen wir es nicht, aber es zeigt, dass wir von der Schönheit – besser: dem Design – der alten Welt profitieren, wenn wir es in die neue Welt hinüberretten. Wichtig dabei ist, dass wir unser Denken verändern. Dahin, dass alte Strukturen keine Macht ausüben. Denn den Lauf der Geschichte könnten Sie nur erzwingen. Und gerade die deutsche Geschichte zeigt, dass dies ein Weg ist, der unbeschritten bleiben sollte.

Überall sind sie zu sehen. Die alten Metaphern in den neuen Medien. Die Haptik, das Sehen, das Verhalten. Selbst wenn wir kein einziges Blatt Papier mehr aus Zellulose herstellen, werden wir dennoch blättern und lesen.
Dieses Buch nimmt Abschied von den Strukturen, begrüsst aber das, was wir gelernt haben.

Wer
Die im Buch vorgestellten Projekte habe entweder ich selbst oder ich zusammen mit im Buch genannten Personen bearbeitet.
Für das Buch wurde jeweils ein Tweet folgender Twitterer verwendet: @diktator, @genueser (jetzt: @peterbreuer), @haekelschwein und @vergraemer. Außerdem ein Zitat von Michael Budde (also dem @haekelschwein-Vater).
Das Vorwort (an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank) der etwas anderen Art wurde von Frank Schirrmacher verfasst.


Das Buch lässt sich käuflich erwerben. Man unterstützt mich damit und macht sich selbst (oder jemand anderem) eine große Freude. Anfragen hier.
Großformatige Prints der im letzten Bild gezeigten Plakate lassen sich ebenfalls käuflich erwerben. Genauere Ansichten hier. Anfragen wie oben.
Den genauen Preis für das Buch weiß ich derzeit noch nicht. Ich warte auch erst einmal ab, ob es Interessenten gibt. Aus Kostengründen durch die Herstellung wird sich der Preis leider um die 40 Euro einpendeln, denke ich. Dafür erhält man ein Buch-Unikat aus feinster Lumbeck-Bindung.
Das Buch wird so bald wie möglich auch auf issuu.com online durchzublättern sein – nur noch eine technische Angelegenheit…

